IPO/ GHS - HSV RaZa

Hundesportverein Radenbeck-Zasenbeck
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IPO/ GHS

Was heißt Gebrauchshundesport (GHS/IPO)?!

Dies ist eine gar nicht leicht zu beantwortende Frage.
Es  ist eine Beschäftigung mit dem Hund, dem engsten Begleiter des Menschen  seit Jahrtausenden. Aber eine Beschäftigung, die zweckgebundene Inhalte  aufweist, die wichtige Funktionen für ein verhaltenssicheres und  artgerechtes Zusammenleben erfüllt, die aber auch Spaß macht und  befriedigen kann. Vor allem dann, wenn das “Team” Fortschritte macht.

Basiserziehung,  Ausbildung zum verkehrssicheren Begleithund, Vielseitigkeitsausbildung  für Gebrauchshunde (winkelige Fährte mit Auffinden von Gegenständen,  Gehorsam mit verschiedenen Übungsteilen und Gehorsam in Grenzsituationen  mit Abwehr von Angriffen auf den Hundeführer) sowie  Fährtenhundausbildung, das sind die Aufgaben, denen sich unser Verein  stellt.

Durch dieses Sport- und Ausbildungsangebot haben wir  heute eine Mitgliederstruktur, die hoffnungsvoll in die Zukunft schauen  lässt: – Hundesport wird von Frauen und Männern gleichermaßen  erfolgreich ausgeübt; – Hundesport ist im eigentlichen Sinn  Familiensport, der Hund ist Mitglied dieser Familie.
Kinder und Jugendliche, die einen “Draht zum Hund” haben, können, den Älteren gleich, “mitmischen”.
Sportlich ambitionierte Hundehalter finden ebenso Platz wie zum Beispiel reine Hobby-Hundeführer,  die etwas mit ihrem Familienhund unternehmen und zugleich die  Geselligkeit Gleichgesinnter im Verein erleben wollen.

Die  Vielschichtigkeit des Mitgliederstamms ist gewährleistet, da keine  einseitige Ausrichtung auf bestimmte Hunderassen gegeben ist und die  Hundehaltung unabhängig von einem sozialen Status ist.

Sport mit dem Hund erfreut sich steigender Beliebtheit.
War  die Arbeit früher hauptsächlich zweckorientiert, so ist sie in den  letzten Jahren doch sehr wesentlich von sportlichen Gesichtspunkten  geprägt worden und hat ihr Erscheinungsbild auch in der Öffentlichkeit  in diese Richtung geändert.

Gebrauchshundesport
Ein von  vielen Hundehaltern angestrebtes Ziel bei ihrer hundesportlichen  Tätigkeit ist die Gebrauchshundesportprüfung der Internationalen  Prüfungsordnung (IPO).

Mit den drei Disziplinen Fährtenarbeit,  Gehorsam und Schutzdienst werden die Vielseitigkeit und Intelligenz des  Hundes gleichermaßen gefordert und gefördert.
Hier eröffnen sich ihm ein weites Betätigungsfeld und Aufgaben, die er in unserer für ihn so eng gewordenen Welt gerne erfüllt.
An Hundeführer wie an Hunde werden dabei die höchsten Anforderungen gestellt.

Die  Ausbildung eines Gebrauchshundes erfordert sehr viel kynologischen  Sachverstand, Wissen über tierische Verhaltensweisen, Selbstdisziplin,  Geduld, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein.

Dieser  älteste Zweig der Hundeausbildung wird von allen Hundesportvereinen  betrieben. Prinzipiell besonders geeignet sind die Gebrauchshundrassen  (Deutscher Schäferhund, Malinois, Boxer, Rottweiler, Riesenschnauzer,  Dobermann, Bouvier des Flandres, Airedaleterrier und Hovawart), aber  auch Mischlinge und Hunde anderer Rassen, sofern sie über ein festes,  ausgeglichenes Wesen sowie über die nötige Physis verfügen.

Besonders  im Training setzt sich mehr und mehr die sportliche Note durch; es  gehört viel körperlicher Einsatz dazu, dem Hund unter Berücksichtigung  seiner angeborenen Triebe eine korrekte Ausführung der in der  Prüfungsordnung des VDH (Verband für das deutsche Hundewesen)  geforderten Übungen anzuerziehen.
Freudigkeit, Exaktheit sowie die Führigkeit bei der Arbeit sind Qualitätsmerkmale einer guten Gebrauchshundesprüfung.

Um  dies zu erreichen, stellt der Verein erfahrene und umfassend geschulte  Übungsleiter und Helfer zur Verfügung, die dem Mitglied oder  interessierten Hundehalter mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn es  einmal scheinbar nicht mehr weitergeht.
Die fachlich richtige  Anleitung ist eine der Grundbedingungen für eine gut fundierte  Ausbildung: Fehler sollen gleich vermieden werden, weil man sie später –  wenn überhaupt – nur mühevoll wieder ausbügeln kann.

Am  allerwichtigsten dabei ist es, durch Ideen und abwechslungsreiches  Training, das auf die Bedürfnisse des einzelnen Hundes abgestimmt ist,  seinen Lernwillen zu fördern und Langeweile gar nicht erst aufkommen zu  lassen.
Dann erfüllt der Hund die gestellten Aufgaben mit Feuereifer.

Die Gebrauchshundeprüfung ist eigentlich ein “Dreikampf”.
In  jeder der drei Sparten Fährtenarbeit, Gehorsam und Schutzdienst muss  das Team zum Bestehen einer Prüfung eine geforderte Mindestpunktzahl  erreichen. Dadurch wird gewährleistet , dass der sozialverträgliche und  nervlich belastbare vierbeinige Teampartner seine vielgestaltigen  Fähigkeiten umfassend unter Beweis stellen kann.

Außerdem gibt es drei verschiedene Prüfungsstufen:
IPO I, II und III, wobei die Anforderungen stetig steigen.
Es ist ein langer Weg, bis Hundeführer und Hund ein so eingespieltes Team sind, dass sie eine IPO III – Prüfung bestehen können.

Für  die Leistungsfähigsten beginnt jedes Jahr im Frühling ein langwieriger  Ausleseprozess, in dem über verschiedene Qualifikations- und  Siegerprüfungen die besten 70 Teams aus dem ganzen Bundesgebiet  herausgefunden werden, die dann im September um den Titel “Deutscher  Meister” kämpfen.
Doch nicht jedem winkt die Chance, zu solchen  Meisterehren zu kommen und es ist ja auch nicht Jedermanns/fraus Sache,  sich diesem Qualifikationsstress auszusetzen.

Aber vielleicht doch ein bisschen Wettkampf im kleinen Rahmen gefällig?

Weil das Spaß macht und beim Sport einfach dazu gehört, gibt es in den Vereinen eine rege Prüfungstätigkeit.
Fast  jeder Verein führt zwei bis drei Prüfungen im Jahr durch, bei denen die  Hundeführer/Innen des Vereins die Leistungsfähigkeit ihrer Hunde und  ihr eigenes Können als Ausbilder unter Beweis stellen.

Über den  eigenen Horizont zu schauen, hat ja bekanntlich noch nie geschadet und  so gehört es dazu, auch an Prüfungen benachbarter Vereine teilzunehmen,  sobald die erforderliche Ausbildungshöhe erreicht ist. Auf diese Weise  kann man sich mit anderen vergleichen, den eigenen Standard feststellen  und zugleich die Kameradschaft pflegen.

Es ist also eigentlich immer etwas los im Verein!
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